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Die Boxbirne - das optimale Trainingsgerät

Die Boxbirne ist ein Trainingsgerät im Kampf- und Boxsport. Sie wird von Boxern, aber auch anderen Sportlern genutzt, um beispielsweise Ausdauer, Schnelligkeit, Aufmerksamkeit, Rhythmus oder auch Distanzgefühl zu trainieren. Je nach Ausführung der Birne kann der Trainingsschwerpunkt unterschiedlich gesetzt werden.

Boxbirne ist nicht gleich Boxbirne

Boxbirne

Vielen ist nicht klar, dass es verschiedene Arten und Ausführungen von Boxbirnen gibt. Das wohl bekannteste Modell sind die sogenannten Paddle Balls. Dieses Modell hat die Form eines klassischen Boxsacks, ist aber nur so groß wie ein Handball.

Maisbirne und Speedball

Unter den Begriff Boxbirne fallen aber auch die Maisbirne und der Speedball. Besonders Anfänger haben hier Probleme bei der Unterscheidung. Bei all diesen Geräten handelt es sich um birnenförmige Boxsäcke aus Leder oder auch aus Kunststoff. Die Maisbirne, wegen ihrer Füllung aus Maismehl so benannt, wird im Gegensatz zur Plattformbirne jedoch aufgehängt. Sie wird mit Haken und Schrauben direkt an der Decke befestigt. Durch die kurze Entfernung prallt sie nach jedem Schlag sehr schnell zum Sportler zurück. Sie ist auch unter dem Namen Speedball bekannt. Sie wird oft in Boxfilmen gezeigt, wenn die Sportler bei der Vorbereitung für einen Kampf sind. In kurzen Abständen schlagen sie immer wieder auf den Sack, der an der Decke befestigt ist und der gleich wieder zu ihnen zurück prallt. Hierdurch trainieren Boxer ihre Geschicklichkeit, Ausdauer und Koordinationsfähigkeit. Das Training ist durch die Geschwindigkeit, mit der die Boxbirne zurück schnellt äußerst schwierig und auch die Technik ist nicht leicht zu erlernen.

Die Standboxbirne

Die Standboxbirne wird auf einem Ständer befestigt, der mit Füßen und Spiralfedern versehen ist. Sie ist also eher ein Boxsack, ohne Halterung. Oft werden sie als Alternative zu einem Sandsack genutzt, der beispielsweise in Mietwohnungen, aufgrund seines Gewichts nicht aufgehängt werden darf. Vorteile der Standboxbirne ist die individuell einzustellende Höhe, die genau an den trainierenden Sportler angepasst werden kann. Die Boxbirne kann auch bei wenig Platz optimal genutzt werden. Ein weiterer Vorteil ist das niedrige Verletzungsrisiko, aufgrund des im Vergleich mit einem Sandsack, eher geringen Schlagwiderstands.

Schutzmaßnahmen während des Trainings

Gleichgültig, ob man sich auf einen Wettkampf vorbereitet oder die Birne nur als effektives Tainingsgerät für die allgemeine Fitness nutzt, es gibt wie bei jeder Sportart, auch im Umgang mit dem Boxsack Regeln und Vorsichtsmaßnahmen, die man einhalten sollte. Auf keinen Fall verzichten kann man auf die Boxbandagen an den Händen. Durch die Polsterung verhindert man Verletzungen, die durch falsches oder zu hartes Schlagen entstehen können. Die Bandagen bestehen aus etwa 2 m langen Baumwollbahnen, mit denen die Hände einbandagiert werden. Durch das korrekte Binden der Bandagen wird eine Stabilisation und Polsterung der Hände und vor allem der Fingerknöchel erzielt. Die Baumwollbandagen können am Ende mit einem Klettverschluss geschlossen und so nach dem Training auch wieder schnell entfernt werden. Das Binden ist zu Anfang alleine kaum zu schaffen, weshalb vor allem Anfänger beim Training auf leichte Boxhandschuhe zurück greifen.

Erlernen der Wickeltechnik

Anleitungen für das Binden gibt es vor allem online viele, auch als anschauliches Video. Die Wickeltechniken unterscheiden sich und nicht alle sind leicht zu erlernen. Um Abwechslung ins Training zu bringen, sind die Bandagen in verschiedenen Farben erhältlich. Einen Einfluss auf Funktion oder Feeling haben diese Färbungen jedoch nicht. Man beginnt beim Wickeln am Handgelenk, das mehrfach umwickelt wird. So können Prellungen oder auch schwerere Verletzungen wie Brüche vermieden werden und die Bandage kann das Abblocken unterstützen. Danach muss eine gleichmäßige Bandagierung der Handgelenke erfolgen. Sie muss zwar fest sein, darf den Sportler aber nicht behindern. Als empfindlichste Stelle benötigen die Knöchel besonderen Schutz und müssen daher sehr sorgfältig umwickelt werden. Der Stoff wird hier mehrfach gewickelt und zwischen den Fingern durchgeführt.

Die Boxbirne als Fitnessgerät

Boxbirnen unterscheiden sich aber nicht nur in der Form, Material und Anbringung, sondern auch in der Nutzung. Je nach Modell werden sie zur Übung verschiedener Schlagtechniken verwendet. Das Boxtraining im Allgemeinen stärkt die gesamte Rumpfmuskulatur und die Schultermuskulatur ideal und baut gleichzeitig Kondition auf. Wer nur bestimmte Muskelgruppen oder Trainingsschwerpunkte setzen möchte, kann durch die Auswahl einer bestimmte Boxbirne sein Training variieren.

Boxbirnen-Sets für Anfänger optimal

Für Anfänger ist es oft sinnvoll, sich ein Boxsack-Set zuzulegen, wie sie im Handel und auch online angeboten werden. Häufig sind hier auch Handschuhe oder Bandagen und ein Springseil zum Aufwärmen dabei.

Optimales Training mit verschiedenen Birnen

Maisbirnen können beispielsweise dazu eingesetzt werden, Schlagtechniken wie upper cuts oder auch Pendel- und Ausweichbewegungen zu trainieren. Standbirnen sind ideal, um die Reaktionen eines Gegners zu simulieren. Sie werden daher oft dazu eingesetzt, Verteidigungstechniken einzuüben. Die sogenannten Speedballs müssen von dem Sportler in sehr schneller Abfolge getroffen werden, hiermit trainiert man Kondition und baut auch wichtige Muskeln in Schulter und Ellenbogen auf. Für Anfänger ist es oft schwierig den richtigen Umgang und die richtige Technik für das Training mit der Boxbirne zu erlernen. Die nötige Koordinationsfähigkeit stellt sich erst nach einiger Zeit und vielen Versuchen ein.

Vor dem Kauf beachten

Vor dem Kauf oder der Bestellung einer Boxbirne gibt es einiges zu beachten. Zu allererst muss man sich für ein Modell entscheiden, was vor allem davon abhängig ist, ob man die Schlagkraft, Koordinationsfähigkeit oder die allgemeine Fitness trainieren möchte. Fällt die Entscheidung für ein bestimmtes Modell, gilt es, in Erfahrung zu bringen, ob die Befestigung in der Wohnung oder auch dem Keller überhaupt möglich ist. Wer vorhat eine Birne in der Wohnung aufzuhängen, sollte sich unbedingt vorher über Statik und Beschaffenheit seiner Decke informieren, um Schäden zu vermeiden. Bei Standbirnen sollte vorher in Erfahrung gebracht werden, ob sie auch wirklich in der Höhe verstellbar und individuell anpassbar sind. Denn eine Birne, die zu niedrig ist, bringt außer Frust und Verspannung leider nicht viel. Standbirnen neigen im übrigen dazu zu pendeln. Daher braucht man viel Platz im Trainingsraum. Wer also nicht seine Einrichtung demolieren möchte, sollte das im Vorfeld bedenken. Besonders für Mietwohnung ist es nötig, den Vermieter um Erlaubnis zu fragen, bevor man eine Maisbirne oder auch einen Speedball an der Decke befestigt. Ansonsten kann es Ärger geben und das Trainignsgerät wurde umsonst gekauft. Bei allem Elan und Trainingswillen, sollte man in einer Wohnung auch an seine Nachbarn denken. Schlagtraining nachts um drei macht sicher Spaß, wird aber den Nachbarn aus dem Bett werfen.

Boxbirnen im Handel und online erhältlich

Boxbirnen aus Leder oder auch aus Kunststoff sind in verschiedenen Ausführungen und Größen im Handel erhältlich. Einfache Modelle sind schon ab 20,00 Euro zu haben. Leider können günstige Modelle oft im Gewicht variieren. Wer lange und häufig trainieren möchte, sollte daher zu einem hochwertigen Modell greifen, an dem er lange Freude haben wird. Diese sind ab ca. 100,00 auch online bestellbar. Zusätzlich zu den Birnen ist im Fachhandel auch die nötige Zusatzausrüstung wie Kettenaufhängungen und Drehgelenke verfügbar.

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