Krafttraining ist ein Übergriff für eine beinahe unendliche Anzahl von Übungen, welche die Kraft der Muskeln eines Körpers steigern und quasi als 'Nebenprodukt' überschüssiges Körperfett abbauen. Per Definition ist Kraft im Sport die Fähigkeit, durch das Zusammenspiel von Muskeln und Nervensystem äußere Widerstände, zum Beispiel Hanteln beim Gewichtheben, zu halten (statisch), zu überwinden (konzentrisch) oder dem Widerstand nachzugeben (exzentrisch). Eine definierte Muskulatur ist in unserer Zeit ein Ideal, von dem fast jeder träumt, aber bei Weitem ist nicht jeder bereit dazu, die notwendige Zeit in ein Training zu investieren. Wie die Bezeichnung Krafttraining bereits vermuten lässt, muss hierzu erst einmal die eigene Kraft eingesetzt werden, um entsprechende Erfolge zu erzielen. Für ein effektives Krafttraining gibt es mehrere gute Möglichkeiten, die kurz-, mittel- oder auch langfristig Ergebnisse bringen. Beim Krafttraining unterscheidet man Maßnahmen zur Erhöhung der maximalen Körperkraft oder der Kraftausdauer.
Kraftausdauertraining soll die Ermüdungswiderstandsfähigkeit bei länger andauernden Kraftanstrengungen verbessern, d.h. die Muskelpartien sollen über längere Zeit hohe Kraftleistungen erbringen können. Das Maximalkrafttraining dient der Kraftsteigerung und dem Muskelaufbau. Eine Verbesserung der Maximalkraft ist am besten durch die Wiederholungsmethode zu erreichen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Trainingsmethoden in der Leichtathletik oder dem Kraftsport, liegt hier die Trainingsintensität bei 80 bis 100 Prozent der maximalen Muskelleistung und in den Pausen sollte eine möglichst vollständige Erholung der Muskeln möglich sein. Daher sind die Pausen hierbei auch wesentlich länger, als bei dem Training mit moderaten Gewichten. Im Durchschnitt geht man von einer Pausenlänge von ca. fünf Minuten aus.
Beim Kraftausdauertraining hingegen, kommt es zu sehr viel höheren Wiederholungszahlen mit deutlich weniger Gewicht. Die Intensität liegt hier nur bei etwa 40 - 70 Prozent der Maximalkraft. Zwischen den Übungen sollten beim Kraftausdauertraining Pausen von 1 - 3 Minuten integriert werden. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten die Bewegungen langsam und bewusst ausgeführt werden. Kraftausdauertraining wird von einigen Sportlern immer wieder mit Aerobic- oder Step-Kursen in Sportstudios verwechselt, die Übungen meist länger als 1 Minute durchführen lassen und mit nur wenigen Unterbrechungen arbeiten. Diese Form des Trainings ist aber eher eine Art Herz-Kreislauf-Übung mit dem Ziel Fett zu verbrennen, aber nicht Kraftausdauertraining im eigentlichen Sinn. Bei der Kraftausdauer steht das Muskeltraining im Fokus, nicht die Steigerung der allgemeinen Ausdauer oder eine maximale Fettverbrennung. Das Ziel des Kraftausdauertrainings liegt darin, eine Muskelpartie darauf zu trainieren, ihre Kraft länger gegen einen Widerstand, wie beispielsweise ein Gewicht, einsetzen zu können. Eine solche Fähigkeit erfordert eine schnelle Verarbeitung von Laktatsäure im Muskel. Wenn eine Trainingsbewegung mit starker Kontraktion und ohne Erholungsphase durchgeführt wird, gelangt nicht mehr ausreichend Blut in den Muskel, um diesen mit Sauerstoff zu versorgen. Durch den Mangel an Sauerstoff entsteht Laktatsäure. Je höher die Kraftausdauer eines Muskels, desto weniger Einfluss hat die Laktatsäure darauf, dass der Muskel dennoch weiter angespannt bleiben kann. Egal für welche Trainingsart man sich entscheidet, bzw. was das persönliche Ziel des Krafttrainings sein soll, benötigt man in jedem Fall entsprechende Krafttrainingsgeräte. Krafttrainingsgeräte bieten in der Regel Krafttraining - Übungen für unterschiedliche Muskelpartien. Da der menschliche Körper über etliche Muskelpartien verfügt, sind mehrere Krafttrainingsgeräte notwendig, um ein jeweils optimales Krafttraining zu ermöglichen. Typische Krafttrainingsgeräte sind beispielsweise ein Bauch-Rückentrainer. Dieses Gerät eignet sich für das Krafttraining der Muskelpartien am Bauch und am Rücken. Eine Verknüpfung dieser beiden Trainingsarten in einem Gerät bietet sich an, da es sich um ähnliche Muskelpartien und damit vergleichbare Trainingsmethoden handelt. Sogenannte Multi Functional Trainer kombinieren weitere Übungen zum Krafttraining oder Kraftausdauertraining. Die Vorteile der Krafttrainingsgeräte liegen darin, dass die Übungen mehr oder weniger geführt ablaufen. Das hilft dem Anwender, die Bewegungen korrekt auszuführen und somit deutlich bessere Ergebnisse zu erzielen. Diese Geräte funktionieren in der Regel über Zugsysteme, die mit einem frei wählbaren Widerstand gekoppelt werden können. Dieser ist entweder in Form von Plattengewichten im Gerät integriert, die über ein umsteckbaren Bolzen mit dem Zugseil verknüpft werden können, oder über Gewichtsscheiben manuell in eine Haltevorrichtung aufgebracht werden müssen. An diesen Geräten können mehrere Muskeln trainiert werden, durch Variationen der Körperposition bzw. des Zubehörs wie Griffen, Stangen oder Seilen. So kann an einem Gerät Krafttraining für Brust-, Arm-, Schulter-, Nacken-, Rückenmuskulatur und weitere Partien durchgeführt werden. Eine andere Möglichkeit des Krafttraining sind Übungen mit Hanteln. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und Gewichten, so dass das Krafttraining ganz einfach auf die jeweils eigenen Leistungen eingestellt werden kann. In Kombination mit einer Hantelbank bzw. einem Hantelsystem, kann hier auch der korrekte Bewegungsablauf unterstützt werden. Bei einer Hantelbank ist darauf zu achten, dass die Verstellbarkeit der Sitz- und Rückenflächen gewährleistet ist. Das Krafttraining bestimmter Muskelpartien ist besonders dafür geeignet, gesundheitlichen Problemen vorzubeugen, denn eine kräftige Muskulatur gibt Halt. Mit gut ausgeprägten Muskeln bewegt man sich leichter und ohne Beschwerden durchs Leben. Nacken-, Rücken oder Schulterschmerzen können durch rechtzeitiges Krafttraining vermieden werden. Eine starke Muskulatur ist der beste Schutz gegen Beschwerden im Rücken, da sie diesen beweglich hält und stabilisiert. Je stärker die Muskeln ausgebildet sind, desto geringer belasten Bewegungen die Bänder, Sehnen und Knochen. Daher wird jeder Arzt dazu raten, Muskeln nicht verkümmern zu lassen. Je nachdem wie häufig das Krafttraining durchgeführt werden wird, sollte über einen Trainingsplan nachgedacht werden, um bestimmte Muskeln nicht zu stark zu beanspruchen oder zu vernachlässigen. So können Übungen des Oberkörpers immer mit Beintrainings kombiniert werden, da hier fast nie eine Doppelbelastung von Muskelpartien stattfindet. Geräte für das Krafttraining müssen hochwertig verarbeitet sein, um Verletzungen beim Training zu verhindern. Man sollte sich im Klaren darüber sein, das ein entsprechendes Gerät zu Hause einigen Platz weg nimmt. Gute Geräte sind sehr stabil und daher meisten ordentlich montiert und recht schwer. Ein kurzfristiger Abbau ist daher nicht sinnvoll, weswegen eine entsprechende Räumlichkeit dauerhaft zur Verfügung stehen sollte. Ein Fitnessstudio verfügt mit Sicherheit über das Gerät der Wahl, hier können Sie es ausgiebig testen und sich auch Wunsch einen Trainingsplan anfertigen lassen sowie wertvolle Tipps erhalten. Krafttraining ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern erfordert auch ein entsprechendes Durchhaltevermögen. Ohne ständige Eigenmotivation bleibt der gewünschte Erfolg aus, weswegen es sich zu Hause anbietet, gemeinsam mit einem Partner zu trainieren. Ob reines Krafttraining oder Kraftausdauertraining, mit der gegenseitigen Motivation bleibt man länger am Ball und erzielt gemeinsame Erfolge.

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